Eine Demenz ist eine sehr schwerwiegende Erkrankung, die häufig im Alter auftritt. Die Verläufe von demenziellen Erkrankungen können sehr unterschiedlich sein. Eine frühe Diagnose bietet die Chance, die Symptome der Demenz zu lindern und das Fortschreiten zu verzögern.
Die Erkrankung ist vor allem durch folgende Symptome gekennzeichnet:
- Verlust des Kurzzeitgedächtnisses
- Einschränkung bei der Kommunikation und Sprache
- Einschränkung des Denkvermögens
- auffälliges Verhalten oder psychische Instabilität
- Veränderung von Wahrnehmung und Orientierung
Treten diese Symptome dauerhaft und länger als sechs Monate auf und werden im Verlauf stärker, handelt es sich vermutlich um ein "demenzielles Syndrom" - umgangssprachlich auch Demenz genannt.
Es gibt sehr viele verschiedene Demenzformen. Am häufigsten ist die Alzheimer-Demenz, gefolgt von der vaskulären Demenz, der Lewy-Körper-Demenz und der frontotemporalen Demenz. Grundsätzlich kann eine Demenz in jedem Alter auftreten, allerdings steigt das Risiko mit höherem Alter stark an. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Demenz tritt zwar besonders häufig bei Personen im hohen Alter auf, ist aber keine normale Alterserscheinung. Der Begriff "Altersdemenz" verharmlost daher eher die enormen psychischen und physischen Belastungen für Betroffene und deren Angehörige.
Nur eine ärztliche Untersuchung kann klären, ob eine Demenz vorliegt. Nur so können auch andere Krankheiten wie Depressionen oder Delir sicher ausgeschlossen werden. Selbsttests können eine ärztliche Untersuchung nicht ersetzen. Bitte wenden Sie sich bei einem Verdacht auf Demenz daher immer an die Hausärztin oder den Hausarzt.




