Jahr 2025
Bundestagswahl 2025
Sorge über fehlende Bundestagsvertretung für den Landkreis Darmstadt-Dieburg – Hohe Wahlbeteiligung als positives Signal
24.02.2025
Darmstadt-Dieburg. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg blickt mit gemischten Gefühlen auf die Ergebnisse der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025. Während die hohe Wahlbeteiligung von 84,8 Prozent im Wahlkreis Darmstadt – die höchste seit 1987 – und 84,5 Prozent im Wahlkreis Odenwald – die höchste seit 1998 – das starke demokratische Engagement der Bürgerinnen und Bürger unterstreicht, sorgt das Wahlergebnis für Besorgnis.
Aufgrund des neuen Wahlrechts wird der Wahlkreis Darmstadt künftig nicht mehr im Bundestag vertreten sein. Damit verlieren die Bürgerinnen und Bürger in diesem Gebiet ihre direkte Stimme in Berlin. Bisher hatten Andreas Larem (SPD) und Dr. Astrid Mannes (CDU) dort einen Sitz im Deutschen Bundestag. Im Wahlkreis Odenwald werden Dr. Jens Zimmermann (SPD) und Philip Krämer (Bündnis 90/Die Grünen) zukünftig nicht mehr die Interessen der Wählerinnen und Wähler vertreten können. Keiner der bisherigen Abgeordneten war über die jeweiligen Landeslisten abgesichert. Damit ist der Landkreis Darmstadt-Dieburg künftig nur noch mit der Bundestagsabgeordneten Patricia Lips (CDU) im Bundestag vertreten, was die politische Einflussnahme erheblich erschwert.
„Es ist alarmierend, dass der Wahlkreis Darmstadt künftig ohne direkte Vertretung in Berlin auskommen muss. Die bisherigen Abgeordneten haben sich mit großem Einsatz für die Belange unserer Städte und Gemeinden stark gemacht. Ihr Fehlen wird spürbare Auswirkungen haben. Gerade in einer wirtschaftsstarken Region ist eine starke Stimme im Bundestag entscheidend, um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, der Unternehmen, der Kommunen sowie in den Bereichen Bildung, Mobilität und Digitalisierung wirkungsvoll zu vertreten,“ äußert Landrat Klaus Peter Schellhaas seine Besorgnis.
Trotz dieser Herausforderungen ist die hohe Wahlbeteiligung ein ermutigendes Zeichen für die demokratische Teilhabe. Die Bürgerinnen und Bürger haben deutlich gemacht, dass sie die Zukunft ihres Umfelds aktiv mitgestalten wollen. Nun ist es umso wichtiger, dass ihre Anliegen auch ohne direkte Vertretung im Bundestag weiterhin Gehör finden.