WIR fördern Gesundheit – Gesundheitliche Prävention für Migrant*innen stärken
Von Februar 2002 bis Januar 2025 war der Landkreis Darmstadt-Dieburg einer der drei Standorte für das Projekt „WIR fördern Gesundheit“. Gefördert wurde das Projekt durch das HMSI und das GKV-Bündnis für Gesundheit. Die Ziele des Projektes, die in Kooperation mit dem HMSI, der Stadt Kassel, der Universitätsstadt Marburg und der LAGFA Hessen e.V. umgesetzt wurden, waren
- die Entwicklung vielfaltsorientierter Strukturen im Gesundheitswesen
- die Förderung der Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationsgeschichte
Gelungene Informationsveranstaltungen – Ein Handlungsleitfaden für Multiplikator*innen
Im Rahmen des Projektes wurden im LaDaDi Materialien entwickelt, die Menschen mit Migrationsgeschichte den Zugang zu gesundheitlicher Prävention erleichtern sollen. Der Flyer „Gesund bleiben! Was kann ich tun?“ informiert einfach und übersichtlich über Möglichkeiten der gesundheitlichen Vorsorge.
Zudem wurden Informationsveranstaltungen zu diesem Thema in Zusammenarbeit mit Migrant*innenselbstorganisationen (kurz MSO) entwickelt und durchgeführt.
Für Multiplikator*innen, die eine solche Informationsveranstaltung durchführen möchten, wurde ein Handlungsleitfaden mit Anleitung und Check-Liste sowie dazugehöriger PowerPoint Präsentation erarbeitet und zur Verfügung gestellt.
Die Materialien können kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden:
Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten in 13 Sprachen
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat gemeinsam mit den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg einen Gesundheitswegweiser herausgegeben, der in 13 Sprachen übersetzt vorliegt.
Der Wegweiser hilft vor allem Menschen, die die deutsche Sprache noch nicht perfekt beherrschen, sich im deutschen Gesundheitssystem und bei Fragen zur medizinischen Versorgung im Landkreis zurecht zu finden.
Die Themen Krankenkassen und Arztbesuch werden hier ebenso behandelt wie die Notfallversorgung, die Krebsfrüherkennung, das Verschreiben von Medikamenten und die Vorsorge für Schwangere oder für Kinder. Rufnummern, unter denen man im Notfall Hilfe erhält, sind separat aufgelistet, sodass man sie leicht heraustrennen und gut sichtbar aufhängen kann.
Bitte klicken Sie auf den Link in der gewünschten Sprache.
- Gesundheitswegweiser in Arabisch
- Gesundheitswegweiser in Englisch
- Gesundheitswegweiser in Farsi
- Gesundheitswegweiser in Französisch
- Gesundheitswegweiser in Griechisch
- Gesundheitswegweiser in Italienisch
- Gesundheitswegweiser in Kroatisch
- Gesundheitswegweiser in Polnisch
- Gesundheitswegweiser in Portugiesisch
- Gesundheitswegweiser in Rumänisch
- Gesundheitswegweiser in Russisch
- Gesundheitswegweiser in Spanisch
- Gesundheitswegweiser in Türkisch
Welche Ärztin, welcher Arzt spricht meine Sprache? - NEUAUFLAGE 2023
Um Zugewanderten im Landkreis eine gute Gesundheitsversorgung zu erleichtern, haben das Büro für Chancengleichheit und das Büro für Migration und Inklusion des Landkreises Darmstadt-Dieburg den
Wegweiser "Welche Ärztin, welcher Arzt spricht meine Sprache?" entwickelt. Darin sind Adressen von niedergelassenen Ärztinnen, Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, Hebammen, Kliniken und Beratungsstellen im Landkreis ausgewiesen, die neben der deutschen Sprache noch zusätzliche Sprachen anbieten.
Die Broschüre ist im PDF-Format aufbereitet und kann heruntergeladen werden. Auf Anfrage können wir Ihnen gerne auch ein gedrucktes Exemplar zusenden. Bitte senden Sie uns in diesem Fall eine E-Mail an migration+inklusion@ ladadi.de.
Ausbau einer kultursensiblen Gesundheits- und Pflegeversorgung
Neben der Sprache gibt es auch andere Hürden, die es zugewanderten Menschen mitunter erschweren, auf die Angebote des öffentlichen Gesundheitswesens zurück zu greifen. Gerade für ältere Menschen mit Migrationsgeschichte werden häufig im Rentenalter die Herkunftssprache, kulturelle Prägungen und Wertvorstellungen wieder wichtiger als in den Jahren zuvor.
Im Landkreis Darmstadt-Dieburg steigt die Zahl der über 65-Jährigen mit Migrationsgeschichte stetig. Daher spielt das Thema der gleichberechtigten Teilhabe von älteren Menschen mit Migrationshintergrund an den Angeboten der Altenhilfe und der Gesundheitsvorsorge und -versorgung zunehmend eine wichtige Rolle in der Ausgestaltung von Angeboten und Diensten.
Im Rahmen des hessischen Landesprogramms "Wegweisende Integrationsansätze Realisieren" (WIR), wird der Themenbereich der Interkulturrellen Öffnung des Gesundheitswesens im Allgemeinen sowie kultursensible Altenhilfe im Speziellen über die WIR-Koordination, Katharina Habdank bearbeitet.